4 Zabbix-Überblick
Architektur
Zabbix besteht aus mehreren wichtigen Softwarekomponenten. Ihre Aufgaben sind unten aufgeführt.
Server
Zabbix Server ist die zentrale Komponente, an die Agents Verfügbarkeits- und Integritätsinformationen sowie Statistiken melden. Der Server ist das zentrale Repository, in dem alle Konfigurations-, Statistik- und Betriebsdaten gespeichert werden.
Datenbankspeicher
Alle Konfigurationsinformationen sowie die von Zabbix gesammelten Daten werden in einer Datenbank gespeichert.
Web-Interface
Für einen einfachen Zugriff auf Zabbix von überall und von jeder Plattform aus wird die webbasierte Oberfläche bereitgestellt. Die Oberfläche ist Teil des Zabbix Server und läuft normalerweise (aber nicht zwingend) auf demselben physischen Rechner wie der Server.
Proxy
Zabbix Proxy kann Leistungs- und Verfügbarkeitsdaten im Auftrag des Zabbix Servers erfassen. Ein Proxy ist ein optionaler Bestandteil einer Zabbix-Installation; er kann jedoch sehr nützlich sein, um die Last eines einzelnen Zabbix Servers zu verteilen.
Agent
Zabbix Agent werden auf Überwachungszielen eingesetzt, um lokale Ressourcen und Anwendungen aktiv zu überwachen und die erfassten Daten an den Zabbix Server zu melden. Seit Zabbix 4.4 sind zwei Arten von Agenten verfügbar: der Zabbix agent (ressourcenschonend, auf vielen Plattformen unterstützt, in C geschrieben) und der Zabbix agent 2 (besonders flexibel, leicht durch Plugins erweiterbar, in Go geschrieben).
Datenfluss
Darüber hinaus ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten und sich den gesamten Datenfluss innerhalb von Zabbix anzusehen. Um einen Datenpunkt zu erstellen, der Daten sammelt, müssen Sie zunächst einen Host erstellen. Am anderen Ende des Zabbix-Spektrums müssen Sie zunächst einen Datenpunkt haben, um einen Auslöser zu erstellen. Sie müssen einen Auslöser haben, um eine Aktion zu erstellen. Wenn Sie also eine Benachrichtigung erhalten möchten, dass Ihre CPU-Auslastung auf Server X zu hoch ist, müssen Sie zunächst einen Host-Eintrag für Server X erstellen, anschließend einen Datenpunkt zur Überwachung der CPU, dann einen Auslöser, der aktiviert wird, wenn die CPU-Auslastung zu hoch ist, und danach eine Aktion, die Ihnen eine E-Mail sendet. Auch wenn das nach vielen Schritten klingt, ist es mit der Verwendung von Vorlagen eigentlich nicht so. Durch dieses Design ist es jedoch möglich, eine sehr flexible Konfiguration zu erstellen.