5 Empfangen von Problembenachrichtigungen

Übersicht

In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie die Alarmierung in Form von Benachrichtigungen in Zabbix einrichten.

Da Datenpunkte Daten erfassen und Auslöser so konzipiert sind, dass sie in Problemsituationen „auslösen“, ist es außerdem sinnvoll, einen Alarmierungsmechanismus einzurichten, der über wichtige Ereignisse benachrichtigt, auch wenn das Zabbix Frontend nicht aktiv überwacht wird.

Genau das leisten Benachrichtigungen. Da E-Mail die beliebteste Zustellmethode für Problembenachrichtigungen ist, lernen wir, wie Sie eine E-Mail-Benachrichtigung einrichten.

E-Mail-Einstellungen

Zunächst gibt es in Zabbix mehrere vordefinierte Benachrichtigungs-Übermittlungsarten. Email ist eine davon.

Um die E-Mail-Einstellungen zu konfigurieren, gehen Sie zu Alerts > Media types und klicken Sie in der Liste der vordefinierten Medientypen auf Email.

Ein Konfigurationsformular für die E-Mail-Einstellungen wird geöffnet.

Alle Pflichtfelder sind mit einem roten Sternchen markiert.

Legen Sie im Tab Media type die Werte für SMTP server, SMTP helo und Email passend zu Ihrer Umgebung fest.

Der Wert im Feld Email wird als 'From'-Adresse für die von Zabbix gesendeten Benachrichtigungen verwendet.

Als Nächstes muss der Inhalt der Problemnachricht definiert werden. Der Inhalt wird mithilfe einer Nachrichtenvorlage festgelegt, die im Tab Message templates konfiguriert wird.

Klicken Sie auf Add, um eine Nachrichtenvorlage zu erstellen, und wählen Sie Problem als Nachrichtentyp aus.

Klicken Sie auf Add, wenn Sie fertig sind, und speichern Sie das Formular.

Nun haben Sie Email als funktionierenden Medientyp konfiguriert. Der Medientyp muss außerdem Benutzern zugeordnet werden, indem spezifische Zustelladressen definiert werden (wie wir es bei der Konfiguration eines neuen Benutzers getan haben), andernfalls wird er nicht verwendet.

Neue Aktion

Das Zustellen von Benachrichtigungen ist eine der Aufgaben, die Aktionen in Zabbix übernehmen. Um eine Benachrichtigung einzurichten, gehen Sie daher zu Alerts > Actions > Trigger actions und klicken Sie auf Create action.

Alle Pflichtfelder sind mit einem roten Sternchen markiert.

Geben Sie in diesem Formular einen Namen für die Aktion ein.

Im einfachsten Fall, wenn wir keine weiteren spezifischen Bedingungen hinzufügen, wird die Aktion bei jeder Auslöser-Änderung von 'Ok' zu 'Problem' ausgeführt.

Wir müssen noch festlegen, was die Aktion tun soll - und das geschieht im Tab Operations. Klicken Sie im Block Operations auf Add, wodurch ein neues Operationsformular geöffnet wird.

Alle Pflichtfelder sind mit einem roten Sternchen markiert.

Klicken Sie hier im Block Send to Users auf Select und wählen Sie den von uns definierten Benutzer ('user') aus. Wählen Sie "Email" als Wert für Send to media type. Wenn Sie damit fertig sind, klicken Sie auf Add, und die Operation sollte hinzugefügt werden:

Das ist alles für eine einfache Aktionskonfiguration, also klicken Sie im Aktionsformular auf Add.

Benachrichtigung empfangen

Nachdem die Zustellung von Benachrichtigungen nun konfiguriert ist, wäre es schön, tatsächlich auch eine zu erhalten. Um dabei zu helfen, können wir die Last auf unserem Host absichtlich erhöhen - damit unser Auslöser „auslöst“ und wir eine Problembenachrichtigung erhalten.

Öffnen Sie die Konsole auf Ihrem Host und führen Sie Folgendes aus:

cat /dev/urandom | md5sum

Sie können einen oder mehrere dieser Prozesse ausführen.

Gehen Sie nun zu Monitoring > Letzte Daten und sehen Sie sich an, wie die Werte von „CPU Load“ gestiegen sind. Denken Sie daran: Damit unser Auslöser „auslöst“, muss der Wert „CPU Load“ 3 Minuten lang über „2“ liegen. Sobald dies der Fall ist:

  • unter Monitoring > Probleme sollten Sie den Auslöser mit einem blinkenden Status Problem sehen;
  • Sie sollten eine Problembenachrichtigung per E-Mail erhalten.

Falls Benachrichtigungen nicht funktionieren:

  • prüfen Sie noch einmal, dass sowohl die E-Mail-Einstellungen als auch die Aktion korrekt konfiguriert wurden
  • stellen Sie sicher, dass der von Ihnen erstellte Benutzer mindestens Leseberechtigungen für den Host hat, der das Ereignis erzeugt hat, wie im Schritt Benutzer hinzufügen beschrieben. Der Benutzer muss als Mitglied der Benutzergruppe „Zabbix administrators“ mindestens Lesezugriff auf die Host-Gruppe „Linux servers“ haben, zu der unser Host gehört.
  • Zusätzlich können Sie das Aktionsprotokoll unter Berichte > Aktionsprotokoll prüfen.