Best Practices für Auslöser

Auslöser sind ein leistungsstarkes Werkzeug, können jedoch auch unerwünschte Alarmmeldungen verursachen. Um mehr echte Signale und weniger Rauschen zu sehen, befolgen Sie diese Tipps:

  1. Entschärfen Sie Auslöser. Statt auf den letzten Wert zu alarmieren (zu hoch/zu niedrig), analysieren Sie den Durchschnitt über einen längeren Zeitraum mithilfe von Funktionen wie avg, min und max.

  2. Erwägen Sie die Verwendung der Funktion percentile (setzen Sie sie auf 95 % oder 5 %) in Auslösern, wenn Sie Alarme bei zufälligen Spitzen und Einbrüchen vermeiden möchten.

  3. Verwenden Sie Hysterese, um ein Flattern von Auslösern zu vermeiden - häufige Zustandswechsel von Auslösern (OK ↔ Problem). Ein Kontinuum für den Problemzustand kann durch Hinzufügen eines Wiederherstellungsausdrucks definiert werden (eine separate Bedingung für die Problembehebung).

  4. Verwenden Sie Auslöser-Abhängigkeiten, um Alarme zu vermeiden, die nicht mit der eigentlichen Ursache zusammenhängen.

  5. Verwenden Sie die Auslöser-Schweregrad, um nur bei schwerwiegenderen Problemen zu alarmieren.

  6. Definieren Sie Wartungs-Fenster.

Hysterese

Manchmal wird ein Intervall zwischen Problem- und Wiederherstellungszuständen benötigt, anstatt eines einfachen Schwellenwerts. Wenn wir zum Beispiel einen Auslöser definieren möchten, der ein Problem meldet, wenn die Temperatur im Serverraum über 20 °C steigt, und wir möchten, dass er im Problemzustand bleibt, bis die Temperatur unter 15 °C fällt, dann reicht ein einfacher Auslöser-Schwellenwert bei 20 °C nicht aus.

Stattdessen müssen wir zunächst einen Auslöser-Ausdruck für das Problemereignis definieren (Temperatur über 20 °C). Dann müssen wir eine zusätzliche Wiederherstellungsbedingung definieren (Temperatur unter 15 °C). Dies geschieht durch das Definieren eines Wiederherstellungsausdrucks beim Konfigurieren eines Auslösers.

In diesem Fall erfolgt die Problembehebung in zwei Schritten:

  • Zuerst muss der Problemausdruck (Temperatur über 20 °C) zu FALSE ausgewertet werden
  • Danach muss der Wiederherstellungsausdruck (Temperatur unter 15 °C) zu TRUE ausgewertet werden

Der Wiederherstellungsausdruck wird erst ausgewertet, nachdem das Problemereignis behoben wurde. Dass der Wiederherstellungsausdruck allein TRUE ist, behebt ein Problem nicht, wenn der Problemausdruck weiterhin TRUE ist!

Beispiel

Die Temperatur im Serverraum ist zu hoch.

Problemausdruck:

last(/server/temp)>20

Wiederherstellungsausdruck:

last(/server/temp)<=15

Es ist nicht sinnvoll, das Makro {TRIGGER.VALUE} in einem Wiederherstellungsausdruck zu verwenden, da dieser Ausdruck nur ausgewertet wird, wenn sich der Auslöser im Status „Problem“ befindet. Folglich wird {TRIGGER.VALUE} bei der Auswertung des Ausdrucks immer zu „1“ aufgelöst (was auf den Status „Problem“ hinweist).