1 Erstellen eines Datenpunkts

Übersicht

Um einen Datenpunkt im Zabbix Frontend zu erstellen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Gehen Sie zu: Datenerfassung > Hosts
  • Klicken Sie in der Zeile des Hosts auf Datenpunkte
  • Klicken Sie oben rechts auf dem Bildschirm auf Datenpunkt erstellen
  • Geben Sie die Parameter des Datenpunkts in das Formular ein

Sie können einen Datenpunkt auch erstellen, indem Sie einen vorhandenen öffnen, auf die Schaltfläche Klonen klicken und ihn dann unter einem anderen Namen speichern.

Konfiguration

Die Registerkarte Datenpunkt enthält allgemeine Attribute des Datenpunkts.

Alle erforderlichen Eingabefelder sind mit einem roten Sternchen markiert.

Parameter Beschreibung
Name Name des Datenpunkts.
Benutzermakros werden unterstützt.
Type Typ des Datenpunkts. Siehe die einzelnen Abschnitte zu Datenpunkttypen.
Key Schlüssel des Datenpunkts (bis zu 2048 Zeichen).
Die unterstützten Datenpunktschlüssel finden Sie in den einzelnen Abschnitten zu den Datenpunkttypen.
Der Schlüssel muss innerhalb eines einzelnen Hosts eindeutig sein.
Wenn der Schlüsseltyp „Zabbix agent“, „Zabbix agent (active)“ oder „Simple check“ ist, muss der Schlüsselwert von Zabbix agent oder Zabbix server unterstützt werden.
Siehe auch: das korrekte Schlüsselformat.
Type of information Der Datentyp, der verwendet wird, um den Wert des Datenpunkts zu validieren und ihn in der Datenbank zu speichern, jeweils nach einer eventuellen Konvertierung:
Numeric (unsigned) - 64-Bit-Integer ohne Vorzeichen;
Numeric (float) - 64-Bit-Gleitkommazahl;
Character - kurzer Text;
Log - langer Text mit oder ohne Log-Eigenschaften (Zeitstempel, Quelle, Schweregrad, Log-Ereignis-ID);
Text - langer Text;
Binary - Binärzahl (nur für abhängige Datenpunkte unterstützt);
JSON - strukturierte JSON-Daten, nativ in der Datenbank gespeichert (nicht für berechnete Datenpunkte unterstützt).
Datenpunkte, die Werte mit dem Datentyp Binary oder JSON zurückgeben, werden in Formeln berechneter Datenpunkte oder in Ausdrücken von Auslösern nicht unterstützt.
Siehe Grenzwerte für Datenpunktdaten für Speichergrenzen pro Datentyp und Datenbank-Backend.
Für Datenpunkte, die Daten in einem einzigen spezifischen Format zurückgeben, wird automatisch ein passender Datentyp ausgewählt – zum Beispiel geben system.cpu.load und system.cpu.util beide eine 64-Bit-Gleitkommazahl zurück, daher wird Numeric (float) automatisch ausgewählt.
Host interface Wählen Sie die Host-Schnittstelle aus. Dieses Feld ist verfügbar, wenn ein Datenpunkt auf Host-Ebene bearbeitet wird.
Units Wenn ein Einheitensymbol festgelegt ist, wendet Zabbix eine Nachbearbeitung auf den empfangenen Datenpunktwert an und zeigt ihn mit dem angegebenen Einheiten-Suffix an.
Unterstützte Einheitensymbole mit spezieller Formatierung (und Beispiele für empfangenen Datenpunktwert → angezeigten Wert):
B - Bytes (1024 → 1 KB)
Bps - Bytes pro Sekunde (1024 → 1 KBps)
s - Sekunden, angezeigt mit bis zu den drei größten Zeitangaben ungleich null (881764 → 10d 4h 56m)
uptime - verstrichene Zeit im Format hh:mm:ss oder N days, hh:mm:ss (881764 → 10 days, 04:56:04)
unixtime - Unix-Zeitstempel, formatiert als yyyy.mm.dd hh:mm:ss (881764 → 1970-01-11 04:56:04 AM); für die korrekte Formatierung muss der empfangene Datenpunktwert Numeric (unsigned) sein.
Bei anderen Einheiten (wie Hz, W usw.) wird der empfangene Wert, wenn er 1000 überschreitet, durch 1000 geteilt und mit einem entsprechenden Präfix angezeigt (5000 → 5 KHz, 881764 → 881.76 KW).
Wenn dem Einheitensymbol ! vorangestellt wird, werden Einheitenumrechnung und Präfixbildung deaktiviert (1024 !B → 1024 B, 61 !s → 61 s).
Weitere Beispiele und Details zu Einheitensymbolen und Einheitenumrechnung finden Sie unter Suffixe von Datenpunktwerten.
Update interval Rufen Sie alle N Sekunden einen neuen Wert für diesen Datenpunkt ab. Das maximal zulässige Aktualisierungsintervall beträgt 86400 Sekunden (1 Tag).
Zeitsuffixe werden unterstützt, z. B. 30s, 1m, 2h, 1d.
Benutzermakros werden unterstützt.
Ein einzelnes Makro muss das gesamte Feld ausfüllen. Mehrere Makros in einem Feld oder mit Text gemischte Makros werden nicht unterstützt.
Hinweis: Das Aktualisierungsintervall kann nur dann auf „0“ gesetzt werden, wenn benutzerdefinierte Intervalle mit einem Wert ungleich null vorhanden sind. Wenn es auf „0“ gesetzt ist und ein benutzerdefiniertes Intervall (flexibel oder geplant) mit einem Wert ungleich null vorhanden ist, wird der Datenpunkt während der Dauer des benutzerdefinierten Intervalls abgefragt.
Beachten Sie, dass die erste Abfrage des Datenpunkts, nachdem der Datenpunkt aktiv geworden ist oder nachdem das Aktualisierungsintervall geändert wurde, früher als der konfigurierte Wert erfolgen kann.
Neue Datenpunkte werden innerhalb von 60 Sekunden nach ihrer Erstellung geprüft, es sei denn, sie haben ein geplantes oder flexibles Aktualisierungsintervall und das Update interval ist auf 0 gesetzt.
Ein vorhandener passiver Datenpunkt kann sofort auf einen Wert abgefragt werden, indem die Schaltfläche Execute now gedrückt wird.
Custom intervals Sie können benutzerdefinierte Regeln für die Prüfung des Datenpunkts erstellen:
Flexible - erstellt eine Ausnahme zum Update interval (Intervall mit anderer Häufigkeit).
Scheduling - erstellt einen benutzerdefinierten Abfragezeitplan.
Detaillierte Informationen finden Sie unter Benutzerdefinierte Intervalle.
Zeitsuffixe werden im Feld Interval unterstützt, z. B. 30s, 1m, 2h, 1d.
Benutzermakros werden unterstützt.
Ein einzelnes Makro muss das gesamte Feld ausfüllen. Mehrere Makros in einem Feld oder mit Text gemischte Makros werden nicht unterstützt.
Timeout Legen Sie das Zeitlimit für die Prüfung des Datenpunkts fest (verfügbar für unterstützte Datenpunkttypen). Wählen Sie die Timeout-Option:
Global - es wird das Proxy-/globale Zeitlimit verwendet (angezeigt im ausgegrauten Feld Timeout).
Override - es wird ein benutzerdefiniertes Zeitlimit verwendet (im Feld Timeout festgelegt; zulässiger Bereich: 1 - 600s). Zeitsuffixe, z. B. 30s, 1m, und Benutzermakros werden unterstützt.
Durch Klicken auf den Link Timeouts können Sie Proxy-Zeitlimits oder globale Zeitlimits konfigurieren (wenn kein Proxy verwendet wird). Beachten Sie, dass der Link Timeouts nur für Benutzer vom Typ Super admin sichtbar ist, die Berechtigungen für die Frontend-Abschnitte Administration > General oder Administration > Proxies haben.
History Wählen Sie entweder:
Do not store - die Historie des Datenpunkts wird nicht gespeichert. Nützlich für Master-Datenpunkte, wenn nur abhängige Datenpunkte eine Historie behalten müssen.
Diese Einstellung kann nicht durch globale Einstellungen des Housekeepers überschrieben werden.
Store up to - geben Sie die Dauer an, für die die detaillierte Historie in der Datenbank aufbewahrt wird (1 Stunde bis 25 Jahre). Ältere Daten werden vom Housekeeper entfernt. Speicherung in Sekunden.
Zeitsuffixe werden unterstützt, z. B. 2h, 1d. Benutzermakros werden unterstützt.
Der Wert Store up to kann global unter Administration > Housekeeping überschrieben werden.
Wenn eine globale überschreibende Einstellung vorhanden ist, wird ein oranges Info-Symbol angezeigt. Wenn Sie den Mauszeiger darauf positionieren, wird eine Warnmeldung angezeigt, z. B. Overridden by global housekeeper settings (1d).
Es wird empfohlen, die aufgezeichneten Werte so kurz wie möglich aufzubewahren, um die Größe der Werthistorie in der Datenbank zu reduzieren. Anstatt eine lange Historie von Werten zu speichern, können Sie Trenddaten länger aufbewahren.
Siehe auch Historie und Trends.
Trends Wählen Sie entweder:
Do not store - Trends werden nicht gespeichert.
Diese Einstellung kann nicht durch globale Einstellungen des Housekeepers überschrieben werden.
Store up to - geben Sie die Dauer an, für die aggregierte Historie (stündliches Minimum, Maximum, Durchschnitt, Anzahl) in der Datenbank aufbewahrt wird (1 Tag bis 25 Jahre). Ältere Daten werden vom Housekeeper entfernt. Speicherung in Sekunden.
Zeitsuffixe werden unterstützt, z. B. 24h, 1d. Benutzermakros werden unterstützt.
Der Wert Store up to kann global unter Administration > Housekeeping überschrieben werden.
Wenn eine globale überschreibende Einstellung vorhanden ist, wird ein oranges Info-Symbol angezeigt. Wenn Sie den Mauszeiger darauf positionieren, wird eine Warnmeldung angezeigt, z. B. Overridden by global housekeeper settings (7d).
Hinweis: Das Speichern von Trends ist für nicht numerische Daten – Character, Log und Text – nicht verfügbar.
Siehe auch Historie und Trends.
Value mapping Wenden Sie eine Wertezuordnung auf diesen Datenpunkt an. Die Wertezuordnung ändert empfangene Werte nicht, sie dient nur zur Anzeige von Daten.
Sie funktioniert mit Datenpunkten vom Typ Numeric(unsigned), Numeric(float) und Character.
Zum Beispiel „Windows service states“.
Log time format Nur für Datenpunkte vom Typ Log verfügbar. Unterstützte Platzhalter:
y: Jahr (1970-2038).
M: Monat (01-12).
d: Tag (01-31).
h: Stunde (00-23).
m: Minute (00-59).
s: Sekunde (00-59).
Wenn das Feld leer bleibt, wird der Zeitstempel in Unix-Zeit auf 0 gesetzt, was dem 1. Januar 1970 entspricht.
Betrachten Sie zum Beispiel die folgende Zeile aus der Zabbix-agent-Logdatei:
" 23480:20100328:154718.045 Zabbix agent started. Zabbix 1.8.2 (revision 11211)."
Sie beginnt mit sechs Zeichenpositionen für die PID, gefolgt von Datum, Uhrzeit und dem Rest der Meldung.
Das Log-Zeitformat für diese Zeile wäre „pppppp:yyyyMMdd:hhmmss“.
Beachten Sie, dass die Zeichen „p“ und „:“ Platzhalter sind und beliebige Zeichen außer „yMdhms“ sein können.
Populates host inventory field Sie können ein Feld des Host-Inventars auswählen, das mit dem Wert des Datenpunkts befüllt wird. Dies funktioniert, wenn die automatische Inventarisierung für den Host aktiviert ist, und mit Datenpunkten vom Typ Numeric(unsigned), Numeric(float), Character und Text.
Description Geben Sie eine Beschreibung des Datenpunkts ein. Benutzermakros werden unterstützt.
Enabled Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um den Datenpunkt zu aktivieren, damit er verarbeitet wird.
Wenn Sie den Datenpunkt deaktivieren, wird er sofort aus dem Verlaufscache entfernt (mit Ausnahme seines letzten Werts, der für Logs beibehalten wird).
Latest data Klicken Sie auf den Link, um die neuesten Daten für den Datenpunkt anzuzeigen.
Dieser Link ist nur verfügbar, wenn ein bereits vorhandener Datenpunkt bearbeitet wird.

Datenpunkttyp-spezifische Felder werden auf entsprechenden Seiten beschrieben.

Wenn Sie einen vorhandenen Datenpunkt auf Vorlage-Ebene auf Host-Ebene bearbeiten, sind einige Felder schreibgeschützt. Sie können den Link in der Formularüberschrift verwenden, zur Vorlagenebene wechseln und sie dort bearbeiten. Beachten Sie dabei, dass Änderungen auf Vorlagenebene den Datenpunkt für alle Hosts ändern, mit denen die Vorlage verknüpft ist.

Die Registerkarte Tags ermöglicht das Definieren von Datenpunkt-Tags.

Vorverarbeitung von Datenpunkt-Werten

Die Registerkarte Vorverarbeitung ermöglicht es, Transformationsregeln für die empfangenen Werte zu definieren.

Datenpunkt-Test

Um den Datenpunkt-Test durchzuführen, stellen Sie sicher, dass die Systemzeit auf dem Server und dem Proxy synchronisiert ist. Falls die Serverzeit nachgeht, kann der Datenpunkt-Test die Fehlermeldung „The task has been expired.“ zurückgeben. Unterschiedliche Zeitzonen auf dem Server und dem Proxy wirken sich jedoch nicht auf das Testergebnis aus.

Es ist möglich, einen Datenpunkt zu testen und bei korrekter Konfiguration einen echten Wert zurückzuerhalten. Der Test kann auch erfolgen, bevor ein Datenpunkt gespeichert wird.

Der Test ist für Host- und Vorlagen-Datenpunkte, Datenpunkt-Prototypen und Low-Level-Discovery-Regeln verfügbar. Für aktive Datenpunkte ist der Test nicht verfügbar.

Der Datenpunkt-Test ist für die folgenden passiven Datenpunkt-Typen verfügbar:

  • Zabbix-Agent
  • SNMP-Agent (v1, v2, v3)
  • IPMI-Agent
  • SSH-Prüfungen
  • Telnet-Prüfungen
  • JMX-Agent
  • Einfache Prüfungen (außer icmpping*- und vmware.*-Datenpunkten)
  • Zabbix-intern
  • Berechnete Datenpunkte
  • Externe Prüfungen
  • Datenbankmonitor
  • HTTP-Agent
  • Skript
  • Browser

Um einen Datenpunkt zu testen, klicken Sie unten im Datenpunkt-Konfigurationsformular auf die Schaltfläche Test. Beachten Sie, dass die Schaltfläche Test für Datenpunkte deaktiviert ist, die nicht getestet werden können (z. B. aktive Prüfungen, ausgeschlossene einfache Prüfungen).

Das Formular für den Datenpunkt-Test enthält Felder für die erforderlichen Host-Parameter (Host-Adresse, Port, Test mit Server/Proxy (Proxy-Name)) und datenpunktspezifische Details (wie SNMPv2-Community oder SNMPv3-Sicherheitsanmeldedaten). Diese Felder sind kontextabhängig:

  • Die Werte werden nach Möglichkeit vorausgefüllt, d. h. bei Datenpunkten, die einen Agent erfordern, werden die Informationen von der ausgewählten Agent-Schnittstelle des Hosts übernommen.
  • Bei Vorlagen-Datenpunkten müssen die Werte manuell ausgefüllt werden.
  • Makrowerte im Klartext werden aufgelöst.
  • Felder, bei denen der Wert (oder ein Teil des Werts) ein Secret- oder Vault-Makro ist, sind leer und müssen manuell eingegeben werden. Wenn ein Datenpunkt-Parameter einen Secret-Makrowert enthält, wird die folgende Warnmeldung angezeigt: „Item contains user-defined macros with secret values. Values of these macros should be entered manually.“
  • Die Felder sind deaktiviert, wenn sie im Kontext des Datenpunkt-Typs nicht benötigt werden (z. B. sind das Feld für die Host-Adresse und das Proxy-Feld bei berechneten Datenpunkten deaktiviert)

Um den Datenpunkt zu testen, klicken Sie auf Get value. Wenn der Wert erfolgreich abgerufen wird, wird er in das Feld Value eingetragen, wobei der aktuelle Wert (falls vorhanden) in das Feld Previous value verschoben wird. Außerdem wird das Feld Prev. time berechnet, d. h. die Zeitdifferenz zwischen den beiden Werten (Klicks), und es wird versucht, eine EOL-Sequenz zu erkennen und zu CRLF zu wechseln, wenn im abgerufenen Wert "\n\r" erkannt wird.

Klicken Sie auf Get value and test, um die Vorverarbeitung zu testen.

Von einem Host abgerufene Werte und Testergebnisse werden beim Senden an das Frontend auf eine maximale Größe von 512 KB gekürzt. Wenn ein Testergebnis gekürzt wird, wird ein Warnsymbol angezeigt; fahren Sie mit der Maus darüber, um Details anzuzeigen. Wenn ein Wert gekürzt wird, kann die Validierung des Datentyps bei nachfolgenden Tests fehlschlagen, in denen große Werte verglichen werden (z. B. JSON); in solchen Fällen wird eine Fehlermeldung angezeigt. Beachten Sie, dass Daten größer als 512 KB von Zabbix Server weiterhin vollständig verarbeitet werden.

Wenn die Konfiguration nicht korrekt ist, wird eine Fehlermeldung angezeigt, die die mögliche Ursache beschreibt.

Ein erfolgreich von einem Host abgerufener Wert kann auch zum Testen von Vorverarbeitungsschritten verwendet werden.

Formularschaltflächen

Mit den Schaltflächen am unteren Rand des Formulars können mehrere Operationen ausgeführt werden.

Einen Datenpunkt hinzufügen. Diese Schaltfläche ist nur für neue Datenpunkte verfügbar.
Die Eigenschaften eines Datenpunkts aktualisieren.
Einen weiteren Datenpunkt auf Grundlage der Eigenschaften des aktuellen Datenpunkts erstellen.
Eine Prüfung auf einen neuen Datenpunktwert sofort ausführen. Nur für passive Prüfungen unterstützt (siehe weitere Details).
Beachten Sie, dass beim sofortigen Prüfen auf einen Wert der Konfigurations-Cache nicht aktualisiert wird; daher spiegelt der Wert keine sehr aktuellen Änderungen an der Datenpunktkonfiguration wider.
Testen, ob die Datenpunktkonfiguration korrekt ist, indem ein Wert abgerufen wird.
Den Datenpunktverlauf und die Trends löschen.
Den Datenpunkt löschen.
Die Bearbeitung der Datenpunkteigenschaften abbrechen.

Datenpunkt-Datenlimits

Die Datenlimits für Datenpunkte hängen vom Datenpunkttyp und vom Datenbank-Backend ab.

Numerische Werte (unsigned) werden unverändert gespeichert. Wenn ein Gleitkommawert empfangen wird, wird nur der Ganzzahlteil gespeichert (z. B. 1.23 → 1).

Numerische Werte (float) werden unverändert gespeichert und unterstützen ungefähr 15 bis 17 Stellen Genauigkeit bei einem Bereich von ungefähr -1.79E+308 bis 1.79E+308. Werte in wissenschaftlicher Notation werden ebenfalls unterstützt (z. B. 1.23E+7, 1e308, 1.1E-4).

Textwerte werden vor dem Speichern gekürzt, damit sie dem Grenzwert des Datenbank-Wertetyps entsprechen:

Datenbank Informationstyp
Zeichen Log Text
MySQL 255 Zeichen 65536 Bytes 65536 Bytes
PostgreSQL 255 Zeichen 65536 Zeichen 65536 Zeichen
SQLite (nur Zabbix Proxy) 255 Zeichen 65536 Zeichen 65536 Zeichen

Binärwerte sind auf 16MiB (16777216 Bytes) begrenzt. Werte, die diesen Grenzwert überschreiten, werden verworfen, und ein entsprechender Fehler wird im Frontend angezeigt.

Werte mit dem Datentyp JSON sind auf 128MiB (134217728 Bytes) begrenzt. Werte, die diesen Grenzwert überschreiten, werden verworfen, und ein entsprechender Fehler wird im Frontend angezeigt. Für MySQL/MariaDB sollten Sie die Einrichtung täglicher Partitionen für die Tabelle history_json (zum Speichern von JSON-Werten verwendet) in Betracht ziehen, da sie schnell sehr groß werden und den housekeeper für längere Zeit blockieren kann. Wenn Ihr Anwendungsfall große JSON-Werte (1MiB oder mehr) umfasst, lesen Sie, wie Sie Ihr System für die Unterstützung großer JSON-Werte konfigurieren.

Wenn Zabbix beliebige Datenpunkt-Daten in die Datenbank schreibt, verwendet es INSERT-Abfragen und protokolliert diese (wenn DebugLevel auf 4 oder 5 gesetzt ist). Große Log-Einträge werden auf 64KB gekürzt.

Limit für benutzerdefinierte Skripte

Die verfügbare Länge benutzerdefinierter Skripte hängt von der verwendeten Datenbank ab:

Datenbank Limit in Zeichen Limit in Byte
MySQL 65535 65535
PostgreSQL 65535 nicht begrenzt
SQLite (nur Zabbix Proxy) 65535 nicht begrenzt

Timeout für Datenpunkte

Der Timeout für Datenpunkte gibt an, wie lange Zabbix warten soll, bevor die Prüfung als fehlgeschlagen abgebrochen wird.

Wenn der Timeout erreicht ist, wird die Prüfung abgebrochen, auch wenn der Datenabruf noch nicht abgeschlossen ist. Wenn Daten nur teilweise empfangen werden, wird der Datenpunkt nicht unterstützt und eine Fehlermeldung wird protokolliert (zum Beispiel, wenn bei einer SNMP-Prüfung Daten erfolgreich nur für eine von mehreren OIDs erfasst werden).

Für viele Datenpunkt-Typen können Sie flexible Timeouts für Datenpunkte festlegen:

  • pro einzelner Datenpunkt
  • pro Datenpunkt-Typ (auf Proxy-Ebene)
  • pro Datenpunkt-Typ (auf globaler Ebene)

Ein benutzerdefinierter Timeout pro einzelner Datenpunkt ist nützlich, wenn Sie für einen bestimmten Datenpunkt einen längeren Timeout festlegen möchten, während die Timeouts für andere Datenpunkte niedrig bleiben.

Reihenfolge der Timeout-Priorität

  1. Der Timeout eines einzelnen Datenpunkts überschreibt alle anderen Timeouts.
  2. Timeouts auf Proxy-Ebene überschreiben globale Timeouts.

Der Timeout aus der Konfiguration von Zabbix Server oder Proxy spielt keine Rolle bei Prüfungen, für die flexible Timeouts festgelegt sind.

Unterstützung für flexible Timeouts

Flexible Datenpunkt-Timeouts werden für diese Datenpunkt-Typen unterstützt:

  • Zabbix Agent (sowohl passive als auch aktive Prüfungen)
  • SNMP-Agent (außer Legacy-SNMP-Prüfungen1)
  • Einfacher Check (außer icmpping* und VMware-Datenpunkte2)
  • SSH-Agent
  • Telnet-Agent
  • Externer Check
  • Datenbankmonitor
  • Skript
  • HTTP-Agent
  • Browser

    1 Für Legacy-SNMP-Prüfungen (Abfrage einer einzelnen OID) gelten die Timeout-Einstellungen aus der Server- oder Proxy-Konfiguration.
    2 Für icmpping*-Datenpunkte wird der Timeout-Wert direkt im Datenpunkt-Schlüssel angegeben; außerdem gilt ein fest codierter maximal möglicher Timeout von 600 Sekunden. VMware-Überwachungsdatenpunkte verwenden ihren eigenen Parameter VMwareTimeout aus der Server- oder Proxy-Konfiguration.

Nicht unterstützte Datenpunkte

Nicht unterstützte Datenpunkte werden mit dem Status Nicht unterstützt gemeldet und weiterhin in ihrem normalen Aktualisierungsintervall erneut geprüft.

Ein Datenpunkt wird nicht unterstützt, wenn sein Wert aus irgendeinem Grund nicht abgerufen werden kann (z. B. Verbindungsfehler, keine Poller zur Verarbeitung des Datenpunkts konfiguriert). Außerdem bleiben Datenpunkte, die keine Verlaufsdaten erhalten, im Status Nicht unterstützt. Dies ist das erwartete Verhalten — ein Datenpunkt wechselt erst dann in den Status Normal, wenn er neue, gültige Verlaufsdaten erhält.

Wie Probleme werden auch nicht unterstützte Datenpunkte nur dann erneut ausgewertet, wenn neue Daten empfangen werden — selbst wenn für diesen Datenpunkt keine Verlaufsdaten mehr verfügbar sind. Mit anderen Worten: Datenpunkte und Auslöser ändern ihren Zustand ausschließlich beim Empfang neuer Daten. Enthält ein Auslöserausdruck jedoch eine Funktion für Datum und Uhrzeit und/oder nodata(), wird der Auslöser alle 30 Sekunden neu berechnet (siehe Berechnungszeit von Auslösern für Details).